Bauchdeckenstraffung

Der Hautüberschuss im Bauchbereich und deswegen eine Körperbauänderung kann oft zu einer ästhetischen, gesundheitlichen oder seelischen Beschwerde führen. Eine Bauchdeckenstraffung wird unter bestimmten Voraussetzungen empfohlen, und zwar wenn:

– die Haut sich nach einer starken Gewichtsabnahme trotz dem Sporttreiben nicht mehr zurückbildet, kommt eine sogenannte Hängebauch vor
– durch eine Schwangerschaft die Bauchhaut überdehnt und dadurch die elastischen Fasern der Haut zerstört wurden und die Bauchmuskulatur auch auflockert
– im Laufe der Zeit verliert die Elastizität der Bauchhaut und Bindegewebe
– nach einem Unfall
– eine eingezogene und/oder schmerzhafte Narbe nach einer gynäkologischen Operation/Kaiserschnitt besteht.

Zur Behandlung von großem Übergewicht ist eine Bauchdeckenstraffung nicht geeignet. Hier ist vor der Ope-ration zunächst eine Gewichtsreduktion erforderlich. Gegebenenfalls kann die Bauchdeckenstraffung dann auch mit einer Fettabsaugung kombiniert werden.

Nach der Geburt lohnt es sich 1-2 Jahre mit der Bauchdeckenstraffung zu warten, weil in dieser Zeit der Körper noch viel regeneriert und sich positiv ändern kann.

Vor der OP

Im Laufe der Konsultation und Untersuchung werden wir zusammen, das gewünschte Ziel und die beste OP- Methode besprechen.

Vor der OP ist es notwendig einige Voruntersuchungen machen zu lassen:
– großer Labortest
– EKG
– Brustkorb RTG
– Bauch Ultraschall.

Auf alle Fälle ist es sinnvoll auch die Lebensart vor der OP zu verändern: kleine, leichte Speise essen, viel Flüssigkeit trinken, Rauchen, Blutverdünnungsmittel vermeiden, Vitamine zu sich nehmen. Diese helfen bei der Heilung nach der OP.

Die OP

Die Operation erfolgt unter Vollnarkose. Die Schnittführung richtet sich nach Art und Ausmass des Hautüberschusses, es wird im Bikinibereich ein langer horizontaler Schnitt durchgeführt und die schlaffe Bauchhaut abpräpariert. Vom Schnitt ausgehend löst der Arzt die Bauchhaut mitsamt dem darunter liegenden Fettgewebe von der Muskulatur ab – meistens bis zum Rippenbogen hinauf. Dann wird die Haut nach unten gezogen und soweit gekürzt dass sie wieder straff anliegt. Dabei muss der Nabel umschnitten und in seiner ursprünglichen Lage wieder neu eingenäht werden. Falls erforderlich werden die Bauchmuskeln in der Mittellinie ebenfalls durch Nähte gestrafft. Bei Vorliegen einer verdickten Fettschicht am Bauch, Hüfte/ Taille kann diese durch Fettabsaugung im gleichen Eingriff reduziert werden.
Die Operation wird durch Einlegen einer oder mehrerer Saugdrainagen zur Ableitung von Blut und Wundsekreten beendet und ein Kompressionsmieder angelegt. Diese Bandage muss für eine gewisse Zeit getragen werden, hilft bei der Heilung. So gehen die Schwellungen und Blutergüsse schneller zurück.

Nach der OP

Abhängig von Operationstyp müssen unsere Patienten 24-72 Stunden lang unter Beobachtung und Aufsicht in unserer Klinik bleiben. Danach dürfen sie mit Begleitung nach Hause fahren.
Die Saugdrainage wird nach 24-48 Stunden entfernt. Nach der Entlassung sollten Sie 6-8 Wochen lang das Kompressionsmieder tragen.

Wie nach allen chirurgische Eingriffen, kann nach einem Bauchdeckenstraffung Schwellungen, Blutergüsse, Fieber oder Schmerzen auftreten. Wenn sich die Probleme/ Unannehmlichkeiten verstärken, melden Sie sich bitte sofort bei uns! In den ersten Tagen nach der Bauchdeckenstraffung führt häufiges kühlen zu weniger Schwellungen und beschleunigt die Wundheilung.

Um die Nähte zu entlasten, ist in den ersten Tagen eine bestimmte Einstellung des Bettes erforderlich: die Knie sollten etwas angewinkelt und der Oberkörper etwas erhöht sein.
Um die Bildung von Blutgerinnseln zu vermeiden, stehen Sie am ersten Tag nach der Operation in Begleitung auf, und spazieren Sie langsam, bewegen Sie sich vorsichtig.

Bitte Rauchen und Alkohol vermeiden! Trinken Sie viele Flüssigkeit, essen Sie wenige und leichte Speisen. Bitte halten Sie sich unbedingt an die Anweisungen Ihres Arztes, z.B. hinsichtlich der (Wieder-) Einnahme von Medikamenten (insbesondere blutgerinnungshemmenden Mitteln), Kontrolluntersuchungen und die anderen Verhaltensregeln.

In die ersten Wochen vermeiden Sie die bitte ein Sonnenbad, Sauna, Solarium, physische Belastung und Sport.

Kontrollen sind in der 1., 2., 3., 6., und 12. Woche nötig.
Ebenfalls nach 6. Und 12. Monaten nach der OP. Das Kompressionsmieder sollte 6-8 Wochen lang getragen werden!

Reinigung/ Waschen: bis zur Fädenentfernung darf die Narbe nicht nass sein (nicht duschen/ baden)! Nach der Fädenentfernung darf man schon eine Dusche nehmen, aber darf man die Narben noch nicht wässern. Nach dem Duschen darf man die Narben und Operationsbereich mit einem feinem Badetuch nur vorsichtig trocknen.
Für eine schöne Narbenheilung ist es Empfehlenswert Silikongel oder Silikonpflaster zu benutzen. Nach der Reinigung muss man die Kompressionsmieder 6-8 Wochen lang sofort anziehen.

Haben Sie noch Fragen? Rufen Sie uns an!
Dr. med. Gyula Kolonics: +43 676 9544050